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Adultwebmaster mit Rotlichtseiten
Adultwebmaster mit Rotlichtseiten(10.03.2006/AK)  Es sind nicht wenige Adultwebmaster, die in ihrem Produkt-Portfolio auch Rotlichtseiten bewirtschaften. Gepflegte und für den User stets aktuelle Gesprächsforen & Magazine erfreuen sich in der Szene großer Beliebtheit, glänzen mit beachtlichen Besucherströmen. Der Erfahrungsaustausch zwischen den Freiern und den Onlinespannern über Prostituierte, Clubs, Saunen, und Freudenhäusern floriert. Lebhafte Diskussionen zur Definition der Aussage, eine Prostituierte müsse man als Kunde „führen“; ob Susi, Babsi, Jasmine und Co. gut blasen kann und griffig ist, Tripper- und Neppwarnungen, Eindrücke zur Örtlichkeit und teils ausführliche „Produktbeschreibungen“ zur Bioware Dreilochstute und Schluckmaschine. Der jeweilige Adultwebmaster kann sich über diesen regen Austausch der Branche auf seinem Board nur freudig die Hände reiben.

Kürzlich erhielt die Redaktion von AK einen Erlebnisbericht aus Berlin: hierbei handelt es sich um den Rundumschlag einer Prostituierten mit dem horizontalen Gewerbe und darüber hinaus mit den einschlägigen Gesprächsplattformen im Internet. Das Schriftwerk lässt viele Interpretationen über die werte Dame zu, jedenfalls scheint sie bei aller Gefühlssafari ihren Humor nicht verloren zu haben und reflektiert für den Leser einen informativen Streifzug durch ihren ehemaligen Alltag. Sie schreibt in einigen Textpassagen über den Einfluss des Internets auf Ihre Arbeit und das könnte so manchen Seitenbetreiber zum Nachdenken anregen, Betrachtungen aus einer anderen Perspektive.

(Erlebnisbericht von Linda aus Berlin)  Ficken war immer geil, es hat mir immer Spaß gemacht. Mein Sexleben war deshalb nie „normal“. Hatte Freude daran, Männer auf ihre Art und Weise glücklich zu machen. Dies sollte ab März 2005 vorerst ein Ende haben.

Ich wurde im Januar 2005 arbeitslos und das Geld ging aus. Konnte am nächsten Tag noch nicht einmal für EUR 3,00 das nötige Hundefutter kaufen. Kredite kamen für mich nicht in Frage. Mein Kumpel rief mich hin und wieder an, um zu fragen wie es mir so geht. Sichtlich beschissen. Er schlug mir vor ins Gewerbe zu gehen, doch dazu konnte ich mich damals nicht durchringen. Ging für etliche Wochen zu meiner Mutter und lag ihr auf der Tasche, zum Wohl oder zum Übel. Das „geliebte“ Arbeitsamt ließ geschlagene 4 Monate auf die erste Zahlung des Arbeitslosengelds I warten. Mein Kumpel hatte erneut angerufen, und hatte mir 2 Monate Zeit zum Nachdenken gegeben. Ich konnte letztlich dann doch nichts Schlimmes daran finden, gegen Geld zu ficken.

Ich trat meinen ersten Probetag an. Schaute mir alles an. Bekam die Telefonate mit und als der Erste vor der Tür stand, fragte mein Kumpel mich, ob ich wirklich will oder es lassen möchte. Es stand mir frei. Ich tat es. Mir zitterten die Knie und selbst der Piccolo beruhigte mich nicht. Ich hatte Angst. Wusste überhaupt nicht, wie es im Gewerbe abläuft. Womit fängt man an? Wie läuft die ganze Zeit ab? Wie mache ich klar, dass die Zeit rum ist? Wer streift das Gummi über? Für den einen überflüssige Fragen, aber für mich in dem Moment überlebenswichtig, denn damit wollte ich mein Geld verdienen. Ich brachte an diesem Sonntag zwei Männer hinter mich und beschloss fortwährend so zu arbeiten.

Ohne Anzeige verlief meine erste Woche dementsprechend schlecht, deshalb beschloss mein Lude, mir eine eigene Wohnung zu besorgen und eine eigene Anzeige zu schalten, weil er, wie er sagte, wusste, dass ich es in Berlin zu etwas bringen würde und einschlagen würde wie eine Bombe. Ich habe ihn sowie den Hype um mich bis heute nicht verstanden.

2 Wochen später.

Montag, der Wecker klingelte um 07:25 Uhr und in einer Lautstärke, die auch jeden Nachbar geweckt haben müsste. Egal, der Tag fängt wie immer geil an. Nachrichten und Horoskope beim Frühstücksfernsehen gucken. Absolute Pflicht für mich. Man gewöhnt sich über die Jahre viele dumme Eigenarten an, also nach einer Stunde des im Bett kuschelns, stehe ich auf. Die Sonne scheint und mein Ego klatscht an die Decke, wenn ich nur daran denke, wie sehr die Kasse heute wieder klingelt und ich die Ficker der Reihe nach durchnehme. Ab in die Küche und meine "ach so schwer erarbeitete" Alu-Kaffeemaschine angeschmissen. Wieder der Gedanke, `Gott sind Ficker unterbemittelte Kreaturen und so dämlich, mir ihr hart erarbeitetes Geld in den Arsch zu schieben´. Eine Kippe nach der anderen tillen und CD-Player anwerfen.
"Yeah" könnt ich schreien, `so geil ist die Welt´. Das wichtigste Pflichtprogramm: eine anständige heiße Dusche und der Blick nach unten, ob das noch als rasiert durchgeht. Der nächste arrogante Blick, in den Spiegel. Ich könnte mich selbst ficken bei dem Antlitz.
Nochmal schön das Fötzchen mit Vaseline eingeschmiert und ab in die Klamotten. Mühevolles Schminken, wobei ich mich schon frage, warum, es ist eh nach dem zweiten Ficker wieder flöten. Sorgfältiges Packen der Arbeitstasche, Kreuzworträtsel bis zum Abwinken, Kippen und der nötige Kleinkram wie Vaseline.

Greife mir meine EUR 250,-Jacke und den i-pod, schnapp mir das Hundi und raus gehts. Der halbe Stadtteil entweder auf dem Weg zur Arbeit oder schon längst da. Idioten. Die Mucke knallt durchs Hirn und der Hund spielt wie immer wilde Sau.

20 Min später, den Hund nach Hause gebracht und schon aufm Weg zur Arbeit. Natürlich nie ohne mein wichtigstes Utensil, meine große Gucci-Sonnenbrille. Rein in die Strapazenbahn und ab zum Bigbang.

Könnte ja auch mit Taxi fahren um Zeit zu sparen aber warum soll ich dem Arsch noch EUR 10,- ? Is nich, also brauche ich mit der Bahn ca. 45 Min. Dann noch in den Supermarkt, täglicher Großeinkauf von Red Bull (später nur noch Sekt, damit ich den Tag sorgenfrei überlebe), BILD und Süßkrams oder belegte Brötchen vom Bäcker. Es ist so oder so das Einzige, was ich heut Essbares zwischen die Kiemen bekomme. Wieder Sonnenbrille auf, mit dem Wissen, dass ich alle Blicke auf mich ziehe. Oh Gott, wie genieße ich doch dieses Hinterhergepfeife und das Gefühl, zu wissen, dass sie mir auch noch hinterher gaffen. Nase gen Himmel und Mucke kurz vorher noch mal auf laut gestellt. Mein kleiner allmorgendlicher persönlicher Cat-Walk. Mir scheint die Sonne ausm Arsch.
Am Arbeitsplatz angekommen, der tägliche Blick in ein Fenster des Nachbarhauses. Mein Lude verriet mir, dort würde ein Bekannter von ihm sitzen und ein waches Auge auf die Haustür halten und dem war auch so. Die Tür zur Wohnung ging auf und schon hörte ich dieses Telefon. Der erste Ficker am Tage fragt immer ob ich schon da sei....wäre ich sonst ans Telefon gegangen? Kaum umgezogen, wenn überhaupt schon geschafft, die Jacke auszuziehen, klingelt es schon an der Tür.

... Yes, nummero uno. Nichts erwähnenswertes. Nummer 2 folgte keine Minute später, nachdem Nr.1 das Haus verlassen hatte. Nr. 3 ebenso. Es klingelte wieder. Ich tingelte zur Tür, öffnete sie. Ein sehr adrett gekleideter Herr (ich nenne ihn mal C.) entgegnete mir, mit einem beschämten süßen Blick als hätte man ihn bei einem Streich kleiner Jungs ertappt, er hätte bei Nr. 16 geklingelt. Ups, öhm, bissl sprachlos. Hätte mich wechschmeißen können vor lachen.
C. eingelassen und ihm lediglich einen geblasen. Ich war aber nun doch ein wenig beeindruckt, seines Auftretens wegen. Sehr zuvorkommend, sehr nett und intelligent (allzu oft wird es diese Mischung nicht mehr geben, wie ich später feststellen musste) und er ging seines Weges.

Ich sprinte in die Küche um dieses Telefon mal zu bedienen und um eine zu rauchen. Neben dem Rätseln im Kreuzwortheft, rauchen und Red Bull vernichten, bearbeite ich die Ficker an der Strippe. Zuhören muss ich ja eh nicht wirklich, ist ja eh immer das Gleiche und das freundliche Getue kann ich noch aus meiner zivilen Arbeit zuvor.

„Ist dort die Linda?"
„Ja, das bin ich"
„Wie siehstn du so aus?"
„Bin sehr klein und zierlich, habe lange dunkle Haare, bin gut gebräunt, habn kleinen süßen Arsch, ein rasiertes Fötzchen und relativ große und feste Titten." Ich konnte es singen.
„Wie issn so dein Service"
„Bin ich im Restaurant? Service is nicht"
„Na, ähm, was kann man denn so mit dir machen?" `Sinngemäß nur Bla bla bla, Fasel´
“Wo kann man dich denn erreichen?"
„Erreichst mich doch gerade oder nicht?"
„Ähm, wo kann man dich denn finden?"
Ich gebe ihm die Adresse mit der Nr. 16.
„Na dann, schau ich doch gleich mal vorbei."
Aufgelegt.
Der kommt so oder so nicht.

Wieder klingelte es an der Tür, man kann hier noch nicht einmal in aller Ruhe eine rauchen. Aber was stand da vor der Tür? War der überhaupt schon 18?
Ein tatsächlich 18jähriger Schüler in den Ferien. Zückte locker flockig nen Fuffi aus der Tasche. Oh toll, dachte ich mir, sponsored by Papa. Aber was sollte es mich jucken. Ich fragte mich nur, was er bei mir will. Er versuchte krampfhaft mich geil zu kriegen mit seiner Zunge aber lecken war das auf keinen Fall. Ein leichtes Züngeln an der Oberfläche, wobei ich schlimme Gedanken bekam. Etwa ne JUNGFRAU???? Oh Gott, der stellte sich dümmer an als er aussah. Bissl vorstöhnen und ihn dann mal rüberrutschen lassen, wobei man den Sex nicht als Akt sondern als Lachnummer bezeichnen konnte. Hätte ich mit ihm gewettet, dass er unter einer Minute kommt, hätte ich gewonnen. Ich bekam sogar während dessen ein schlechtes Gewissen, dass ich jetzt auch schon Kinder ficke. Unter aller Würde. Er ward, zum Glück, nie wieder gesehen.

Wieder ein kurzer Sprint in die Küche und wer stattete mir einen Besuch ab? Natürlich. Mein Bekannter, nun mein Lude. Kurzer Small-Talk wie es geht und wie der Tag bislang lief. Nun stiegen meine Chancen eine Kippe in Ruhe rauchen zu können, denn er, als passionierter Sex-Telefonist, verstellte seine Stimme und nahm die Anrufe entgegen. Luxus. Wie entspannend es doch geistig war, mit einem Menschen zu reden, der einen nicht ficken will und vor allem die gleiche Arroganz gegenüber den Fickern hat. Hach ja, wie schön wir doch über sie gelästert und sie ausgelacht haben. Er erzählte mir von einem Internetforum für Ficker über Gewerbetreibende. Ich war empört, sollen die doch froh sein, dass die überhaupt irgendwo ficken dürfen, anstatt sich dann noch irgendwo die Damen zuzuschieben und zu beschreiben. Ich stand nach neuester Info auch in diesem Board. Schock. Was für ein Scheiß stand da wohl über mich drin?

Die Ficker hatte ich schon aufgehört zu zählen. Waren es 8 oder doch schon 10? Ich wusste abends nie wie viele Typen ich genau hatte. Konnte nur schätzen und es anhand der Kohle über den Daumen peilen. Schlimme Vorstellung.
Aber es half nichts. Mein Ehrgeiz war selten ausgeschöpft. Immer wollte ich mein Minimum an Kohle erficken und wenn ich es dann hatte, einfach weiter. Vielleicht knackte man ja seinen persönlichen Rekord.

Obwohl ich offiziell immer von 14 bis 20 Uhr arbeitete, war es nie zu schaffen in der Zeit. Meist war ich von 12 bis 21 Uhr am Ficken und mein längster Tag war von 9 Uhr bis geschlagene 24 Uhr.
Soviel dazu, dass Huren ein einfaches Leben haben.

Ein anderer Tag, ca. 13:30 Uhr. Angesagt war ein Termin mit einem Opa, `der es mir mal so richtig besorgen wollte´. Wie Lachhaft. Ein oller Opa mit Basecap stand vor der Tür, wie typisch für diese Uhrzeit. Meine ganze Parade runtergelabert.
„Was wollen wir denn schönes machen?"
„Was machst du denn?"
*innerlich-augenroll „Aufnahme, Schlucken, Anspritzen, Gesichtsbesamung, Natursekt und Spermaspiele"
„Und wie sind so deine Preise?"
„Machst du auch Französisch Pur?"
„Warum so förmlich? Sag doch, dass du einen ohne Gummi geblasen haben willst, ohne Aufnahme Fuffzich die halbe Stunde" *Gähn
Immer und immer wieder die gleichen Fragen. Sollte ich vielleicht mal ein Schild an meine Fickzimmertür kleben, damit ich mir den Schmarrn ersparen kann? Selbst dann wären die noch zu dämlich es zu lesen.
Egal. Gewählt wurde wie meist der BiFi-Tarif (Billig-Ficker). Den ab ins Bad geschickt und ich schon mal die Handtücher geholt, schön trapiert und gewartet, mit einem kurzen Blick auf die Uhr, bis er endlich fertig is. Ab aufs Bett, kurz gefragt
„Womit wollen wir denn anfangen?“
„Hm, das überlass ich dir."
Hatte mir wirklich viel verraten. Also erst mal daneben gelegt und ihn mehr oder minder freiwillig geküsst... musste ja so aussehen als wolle man es. Jetzt tatschte er mich überall an und kam doch nich ausm Knick. Nun gut. Mein Standardprogramm abgespult. Oberkörper abküssen und runter zum Schwanz.
Ääähhhhm, wo isser denne? Ach da, hat man ja kaum vor Busch sehen können. Bisschen an der Eichel geleckt und den Schwanz der Länge nach runter. Augen schließen nicht vergessen, der muss ja nicht sehen, welche Langeweile ich hatte. Blasen, blasen, blasen...wann gibt der denn mal das Kommando zum Stellungswechsel? Minuten vergingen, bis er mich in die 69er bat. Na schau mal einer an, wie einfallsreich. Als ob ich, wenn ich blase, mich darauf konzentrieren, geschweige genießen könnte, dass er mich leckt.
Habe ich schon erwähnt, dass es mir Schnuppe is, ob er mich leckt oder nicht? Vortäuschen ist ein interessantes Spiel, denn echt soll es ja auch noch rüberkommen. Erneuter Stellungswechsel in die verhasste Reiterstellung. Fauler Sack. Rummaulen hilft nicht, also solang geritten, bis er endlich sein scheiß Krams ins Gummi schoss. Na endlich. Ab zum waschen geschickt und verpissen lassen.

Ein Ficker, den man einfach so mal mitnimmt, der Kohle wegen und einem nur am Arsch vorbei geht.

Kurz darauf wieder ein Opa, oh nein, noch älter. Verdammt, der is mein Termin für 13:30 Uhr gewesen. Ups. Die olympischen Ratespiele sind eröffnet wegen seines Alters. Ist er 75? Oder doch schon 80? Oder 85? Man weiß es nicht. Grausig aber auf alle Fälle. Er will mir also den Hengst machen und es mir so richtig besorgen? Kann ja nur bedeuten, dass es entweder tot langweilig oder schmerzhaft wird. Weit gefehlt. Ich war dem Kotzen nahe. Dieses unidentifizierbare Ding, man nenne es vorsichtig Schwanz, fühlte sich wie gebrochen an. Einfach tot. Der Ekel stieg in mir auf, soll ich dieses Teil wirklich anfassen geschweige blasen? Uuurrrrgh. Beim 1. "Treffen" konnte ich dem doch tatsächlich irgendwie aus dem Weg gehen, nur beim 2. nicht mehr
„Jetzt kannst du mit meinem Schwanz machen was du willst." Ich hätte Hilfe schreien sollen. Konnte ihn nicht dazu bringen, dass ich dieses Ding nicht anfasse. Ich überwand meinen Ekel und fasste es an.
„Ich überlasse ihn dir, mach was du willst". Allein die Vorstellung, dieses tote Stück Fleisch nur in die Nähe meiner Lippen zu bringen, ließ mir die Tränen in die Augen steigen und gleichzeitig das bereits Gegessene hochwürgen. Letzten Endes gab er sich damit zufrieden, dass ich es mit meiner Hand massierte. Wie sehr hasste ich diesen "Job".

Erneutes Läuten der Fickklingel, ein Mann mittleren Alters trat in den Flur.
`Was bist du denn fürn Kauz?´ Ein musternder Blick seinerseits von oben bis unten, abwertender und herablassender kaum möglich. Diese Frisur, soll es eine darstellen? Ich nenne ihn mal X., auch liebevoll von mir The Crow (für alle Englischcracks: die Krähe) genannt. X. wurde ins Fickzimmer geleitet. Er setzte sich nicht, er blieb seltsamerweise mitten im Raum stehen und musterte mich wieder. `Is der noch ganz fit im Hirn?´ Ließ sich alles erklären und wählte die BiFi-Nummer. `Wie sieht der eigentlich aus? Schämt der sich nicht?´
Nun gut, das Geld gen Küche gebracht und ihn ins Bad zitiert. Ich stand mitten im Raum als er mich leckte und fingerte... im Stehen nicht mal ansatzweise erregend. „Darf ich dir eigentlich in die Haare?", fragte ich. `Wieviel Haarspray kann man sich da nur reinhauen? Weia.´
„Nein"
„Wie bitte?"
„Nein" Ich dachte, ich hätte mich verhört. `Ok, dann eben nicht.´ Sein Körper war unförmig und abstoßend, naja, ganz passig zu der Visage. Er stand vor mir, nun war ich an der Reihe, dachte ich zumindest.
„Fass mich nicht an" `Hää? Was will der dann überhaupt hier?´ Aber seinen Augen nach zu urteilen, wollte er nur dem Mainstream folgen. `Tja, was mach ich nun, wenn ich ihn doch gar nicht anfassen soll? *dummguck Wat ein Psycho.´
Er befahl mir, mich aufs Bett zu legen und sollte es mir selbst machen. `Na bitte, dann kann der mich doch mal kreuzweise.´ Also hingelegt und schöööön artig meine zwei Finger so platziert, dass der Kitzler dazwischen liegt, ich keine Regung empfinde und es trotzdem so aussieht, als würde ich mir einen wichsen. Idiot. Das was du kannst, kann ich noch besser, dachte ich mir. Er wichste mich an. `Du dummes kleines Mistvieh.´ Er zog sich an und ging. Nur leider nicht aus meinem Kopf.

Es kann ja kaum noch schlimmer kommen, wie naiv man doch teilweise sein kann, merkt man meist erst im Nachhinein. Leider.

Zum x-ten Male ging die Tür auf. Och nöööö, dröhnte es in meinem Schädel, nicht noch ein Opa. Hat das denn nie ein Ende? Warum müssen die sich ständig beweisen, dass die es den jungen Hühnern noch besorgen können? Können die doch eh nich. Eine neue Sorte Opa stand vor mir. Er bekommt das Synonym M. Die Schublade des notgeilen, lüsternen Tattergreises öffnete sich und schrie mich förmlich an. `Scheiße, das kann ja was werden.´ Kohle übergeben und in "Sicherheit" gebracht. Schon ging der mir an die Wäsche, hing mit seinen grabschenden Pfoten an meinem Arsch, an meiner Titte. Drückte anwidernd seine zitternden Lippen auf meine und schob seine Zunge in meinen Hals, wie es nur ein Rentner machen kann. Uuuurrrgggh. `Hoffentlich ist die halbe Stunde bald rum.´ Sabberte beim Küssen, ständig musste ich mir, ohne dass er es mitbekam, die Mundwinkel trocknen. Er muss wirklich gedacht haben, dass er mich geil machen kann. Ficken ist anscheinend Leistungssport aber nicht ohne irgendwelche Mittelchen. Der Ständer war unnormal steif. Sah schon bissl krankhaft aus. Er drückte meinen Kitzler so sehr, dass es unangenehm war und ich mir nicht einmal die Mühe machen musste, etwas vorzutäuschen. Ich schrie und stöhnte vor Schmerzen und Unbehagen. Wie leckt M. eigentlich? Kniete sich vor mich und fing so derb an zu lecken, dass es wieder keine Freude machen konnte. Hm, was machen? Schnell was vorspielen, damit er mein Fötzchen endlich in Ruhe lässt. Irgendwas muss ich falsch machen, jetzt wollte er mich auch noch ficken. Also ab in die Missy, Arme gegen die Wand gestemmt, damit ich mir nicht irgendwann den Schädel an der Wand einschlage und kräftig gegengehalten. Irgendwann beglückte er mich mit seinem Orgasmus und ich konnte innerlich aufatmen. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass die Zeit noch lange nicht rum war und er keiner der Ficker war die nachm Schuss sich gleich verpissten. Also Haltung bewahren und weiter so tun als wäre man wirklich von ihm angetan.

Monate später, dachte nicht mehr an M. Ich hatte mich mal wieder zu früh gefreut. Hotelbesuch stand an. Noch nie da gewesen, also irgendwie krampfhaft mit Stadtplan mich da hingefunden. Was muss ich sehen? AAAAAAAAAAAAAAAHHHHH
Ich wäre am liebsten schreiend weggerannt aber nun stand fest, dass er kein BILD-Ficker sondern ein Boarder ist und ich auch nun wieder Haltung bewahren musste. Ich war es so leid. Er war noch immer so anwidernd wie eh und je. Nichts aber auch gar nichts hatte sich geändert. Was hatte ich eigentlich verbrochen? Ich fühlte mich so unwohl, nach so langer Zeit wieder in einer Fickwohnung zu stehen und dann auch noch mit M. Als er so über mir lag und mich in der Missy vögelte, machte es bei mir

Klick.

Ich war in der Realität, fragte mich, `was machst du hier eigentlich? Es fickt dich gerade so ein alter Knacker. Ich will nach Hause.´

Wieder zurück zur Nr. 16. So wie alles begann, die Tür öffnete sich. Ein großer mopsiger Mann mittleren Alters. Sollte eigentlich nichts besonderes sein. BiFi-Tarif vereinbart und auf die Matratze gesprungen. Nur was geschah da? Ich war so desinteressiert, wohl auch so entspannt, dass ich beim Lecken einfach an nichts denken konnte. Was tat sich da? Boah, ich komme *schrei
Ich war durcheinander. `Bin ich doch nicht so frigide beim Lecken wie ich immer annahm?´ Ich wollte mehr aber es lies leider seine Zeit nicht zu, sonst hätte ich zu seinen Gunsten ohne Bedenken überzogen. Ich wollte mehr und sollte es auch bekommen. Sagenhafte 7 Mal an diesem Tag. Ich schrie vor Freude meinem Kumpel (denn das war er bis dato, mehr als mein Lude) diese Nachricht entgegen, er hat sich ehrlich für mich gefreut, denn er wusste, dass ich nie vor Lust sondern wegen Unbehagen schrie oder stöhnte. Wir zogen uns gegenseitig damit aneinander hoch, dass ich keine frigide Kuh bin.

Der schönste Tag in dieser Zeit. Denn Geld war mir mittlerweile nicht mehr so wichtig. Abends kam ich meist total erschöpft nach Hause, führte meinen Vierbeiner aus und fiel halb tot ins Bett. Musste mich immer zentimeterdick mit Vaseline einschmieren, damit ich am darauffolgenden Tag überhaupt arbeiten konnte.

Irgendein Mittwoch. Tag der großen Schwänze und rücksichtslosen Ficker. Es klingelte das Telefon, wie sehr ich es doch hasste. Manchmal hätt ich gern das Fenster aufgerissen und es im hohen Bogen rausgeschmissen. Ich verfluchte alles was männlich war.
„Hey, bist du ein richtig verdorbenes Luder"
„Öhm, ja, kann man so sagen"
„Tust du mir einen Gefallen?"
„Kommt drauf an"
„Wenn ich rein komme, lutschst du sofort meinen Schwanz"
„Nicht bevor ich die Kohle habe"
„Ja ja, das sowieso"
„Hm ok"
„Ich klingel gleich"
„Mach das".
Es klingelte und ein großer schlanker Mann stand im Flur, drückte mir das Geld entgegen und ich musste seinen Schwanz blasen. Bekam ihn kaum in den Mund, ihm war das egal. Er drückte mit seinen Wichsgriffeln meinen Kopf dagegen, sodass mir im Rhythmus das Würgen kam. Er beschimpfte mich als elende Hure und Fickstute. Bei jedem Treffen der gleiche Mist,
„Sag mir was ganz dreckiges, du Luder"
„Fick mich richtig durch du Arsch" und diese Schmerzen, ich wollte nicht mehr. Bei unserem vorletzten Treffen nahm dieses widerliche Vieh mich in der Löffelchen, zog mir an den Haaren, verdrehte schmerzhaft meinen Oberkörper und selbst bei einem Aufschreien von mir, dass es weh täte, hörte ich nur „Hab dich nicht so, so sehr kann es gar nicht weh tun". Ich sah ihm in die Augen und aus tiefstem Herzen brüllte ich ihn an „Du Wichser". Es fiel von mir wie tausend Steine, es war befreiend und er spritzte daraufhin ab. Wie erniedrigend.

Die Morgende verloren ihre Schönheit und die Arbeit schon lang ihren Reiz, warum ich weiterhin zur Nr. 16 ging, weiß ich nicht. In der Zeit verlor auch der Sekt seine Wirkung, aber auf Härteres wollte ich nicht umsteigen, denn es hätte meinen Absturz bedeutet. Wenn ich es morgens schaffte aufzustehen, schleppte ich mich zur Arbeit. Meist war es der Fall, dass ich mich nicht mal drehen konnte im Bett. Jeder Faser meines Körpers schrie nach Erholung. Andauernd hatte ich Muskelkater aber es half nichts, niemand hatte mit mir Mitgefühl. Ich hatte nur zu funktionieren.

Ich begann meinem Luden das Geld abzuziehen, wollte mehr von dem, was ich erarbeitet hatte. Er hatte es sich nicht verdient, ließ mich nur noch allein. Wenn ich Hunger hatte oder meine Kippen dem Ende zugingen, ließ er mich oft über Stunden warten oder kam erst zum Abkassieren und entschuldigte sich dann, auf den Knien rutschenderweise, tausend Mal. Jedes Schreien von mir, nützte nichts. Er vergaß mich weiterhin absichtlich. Leider konnte ich ihm nie genug abziehen. Ich musste ja bedenken, dass im Nachbarhaus alles per Strichliste notiert wurde.

Mittlerweile verließ ich die Wohnung immer flüchtend, damit mich nicht noch ein Ficker am Feierabendmachen hindern konnte. Meine Kollegin Zdenka hasste mich. Hasste mich für meinen Erfolg, für mein Aussehen, für meine immer schmaler werdende Figur, für mein Geld. Sie machte mir das Leben nur noch schwerer. Sie hätte froh sein sollen, dass sie überhaupt die Chance bekommen hatte, so ihr eigenes Geld zu machen. Diese dumme Kuh alias Hängebauchschwein und Schabracke, wie wir sie nur nannten, machte nur noch Werbung für sich am Telefon. Sie wollte mir die Arbeit versauen. Machte mich bei Stammkunden schlecht, da sie doch die mit den dicken Dingern ist. Dafür hängen die auch bis zum Bauchnabel. Sie hasste mich, dass ihre wenigen Kunden meist doch alle mich wollten und ich ihr die zuschob, die ich auf keinen Fall mehr wollte, siehe Opa mit blauen Basecap. Ich wollte einfach nur meine Ruhe, aber sie schaffte es immer wieder mich schlecht zu machen, mich bloß zu stellen.

Immer öfter blieb ich daheim, versuchte mich von der Arbeit zu erholen und dem Hängebauchschwein aus dem Weg zu gehen. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich wegen Wundfickens zu Hause bleiben musste. Ich hatte eine 2cm große offene Wunde zwischen meinen Beinen, konnte keine Unterwäsche geschweige denn Jeans tragen. Ich ließ mich dazu hinreißen, doch wieder zur Arbeit zu gehen. Die Schmerzen waren kaum auszuhalten, weil kein Ficker nahm auch nur ansatzweise Rücksicht trotz Vorwarnung.

Es klingelte an der Tür, herein kam wieder so ein Opa, tattrig und seine weißen Haaren waren total verfettet. Es hätte Warnung genug sein sollen. Ich wies ihn auf meine Wunde hin und bat ihn darum mich lieber nur kurz zu ficken. Er leckte mich, es brannte höllisch, ich zuckte ständig leicht weg damit er von dem schmerzhaften Punkt wegkam. Pustekuchen. Hatte mich gerade damit abgefunden, dass er nur die Stelle leckt, da biss mir dieses dumme Schwein voll in diese offene Wunde. Ich schrie, schrie ihn an, stand auf und brach dieses Szenario ab und schmiss ihn raus. Rief meinen Luden an, welcher mir sofort sagte, dass ich nach Hause solle mich ausruhen. Nur wie nach Hause kommen? Normal laufen konnte ich nicht mehr. Bestellte mir also ein Taxi, ich war glücklich, dass es diesen Fortschritt gibt. Am gleichen Abend bekam ich nach 8 Jahren zum ersten Mal wieder Fieber, 39,4°C. Nicht nur das, ich hatte mir auch einen Tripper beim Türkisch eingefangen. Es war der ganze Stress der Arbeit, das Unbehagen, diese ganze Situation.

Es war der letzte Wink mit dem Zaunpfahl, dass es Zeit war aufzuhören. 1 1/2 Wochen lag ich krank im Bett, ein Freund ging für mich mit meinem Hund Gassi und einkaufen. Er kümmerte sich rührend. Mein Vierbeiner bekam Diabetes mellitus, ich konnte die Tierarztrechnungen kaum bezahlen. Ich war mir nicht wirklich sicher, ob ich den Tripper los sei, denn den Pilz, den ich netterweise auch noch von nem dummen Ficker bekam hatte ich trotz Antibiotikum noch immer. Erneut half nichts als Arbeiten zu gehen, informierte einige Stammkunden bloß nicht zu kommen, da ich mir nicht sicher sei und schickte sie ebenfalls vorsichtshalber zum Arzt.

Es folgten die miesesten drei Tage. Das Wetter war schlecht und keiner wusste, dass ich wieder arbeitete. Hatte kaum Umsatz und vor allem keine Lust mehr, aber dieses Geld war plötzlich für mich wieder so wahnsinnig viel. Ich wurde in den letzten 3 Monaten einfach vom Geld verwöhnt. Es reichte trotz alledem nicht für die Tierklinik, in die ich meinen Hund für 4 1/2 Tage abgeben musste. Ich musste arbeiten und unter diesem Druck, war es das Abscheulichste überhaupt.

Es stand ein Wohnungswechsel an.

Arbeitsbeginn mit neuer Kollegin namens Annamaria. Ich lernte sie vorher schon einmal kurz kennen aber irgendwie war es anders als mit den anderen Mädels bzw. dummen Weibern. Ich mochte sie. Es nützte mir nur nichts. Der Sekt und die Unlust wurden immer mehr. Sagte den Fickern bereits am Telefon, dass es gerade heute seeehr schlecht ist. Bin ja soooo ausgeplant. In der Hinsicht konnte ich bisher am besten lügen. Wenn dann doch mal einer vor der Tür stand und mich wollte, habe ich meistens einen imaginären Stammkunden vorgezogen. Das Geld spielte schon keine Rolle mehr für mich. Annamaria und ich verstanden uns super, bis ich merkte, dass sie ständig mein im Vertrauen Gesagtes beim Luden petzen ging. Dafür hasste ich sie.

Ein Freitag Abend. Termin für 19 Uhr gemacht. Sollte mein letzter an diesem Tage sein. Dank meiner fehlenden Ernährung der letzten Monate, hatte ich immer mehr Probleme mit meiner Verdauung. Entweder bekam ich Diarrhoe oder aber war dem Erbrechen nah. Mir ging es hundeelend, konnte nicht mehr arbeiten. Konnte also den Termin nicht wahrnehmen weil ich aus dem Badezimmer gar nicht raus kam.
Als ich die Wohnung verließ, stand ein Ficker vor der Tür. Direkte Konfrontation mit nem versetzten Hurengänger. Super. Es war zwar schon düster aber dennoch setzte ich meine Sonnenbrille auf. Er sprach mich an, aber ich schmiss nur den Müll in die Tonne und stieg ignorierenderweise in das Auto meines Luden.

Nur sollte dies noch kein Ende haben mit dem Typen. Montags darauf, stand er in der Wohnung und offerierte mir, dass er derjenige sei, den ich versetzt hätte. Woher sollte ich das denn wissen? Hatte den Pfosten ja noch nicht einmal angesehen. Ich laberte mir, wie immer, den Mund zwecks Leistungen fusselig. Er wollte den BiFi. Als wäre das was Neues. Er entledigte sich seines billigen Anzugs, aber nicht wie jeder Andere. Er behielt tatsächlich sein Unterhemd an. Was ein Klemmi. Ich schickte ihn ins Bad. Nach geschlagenen 15 min. meinte er, dann doch noch mal zu erscheinen. Meine Laune war auf dem Tiefpunkt als er mir berichtete, er hätte die Duscharmatur aus der Wand gerissen. Man hätte dies eventuell vermeiden können, hätte man nicht sein ganzes Kampfgewicht da dran gehängt.

Es soll Männer geben, die sogar zum Duschen zu blöd sind. Wie vor jedem Termin fragte ich, womit man denn anfangen wolle. F. entgegnete mir, ich solle mich doch erst mal hinlegen und nicht so bödes Zeug fragen. Blöd? War es das? Kenn schließlich seine scheiß Vorlieben nicht! Ich legte mich neben ihn und wir lagen nebeneinander, wie Zwei, die nicht wüssten, was sie miteinander anfangen sollten. Wir streichelten uns, er begann mich zu lecken, es war unangenehm, er hatte keine Ahnung vom Lecken. Ich schaute an die Decke, schaute auf MTV, wusste überhaupt nicht, wie ich mein Desinteresse vertuschen sollte. Legte mich zurück und überlegte, wie ich am Schnellsten dazu komme ihm einen zu blasen. Ich setzte mich auf, legte mich vor ihn, streckte meinen Arsch, hielt meinen Körper unter Anspannung. Er musste schließlich auch was für die Optik haben obwohl ich mit unterernährten 42 Kg nicht mehr viel anspannen konnte. Ich blies, wie immer, versuchte soviel Engagement zu zeigen, als nur möglich. Er griff mir an den Kopf, in die Haare. Es störte mich schon immer, wenn mir einer den Kopf gegenhielt aber da bekam ich plötzlich einen Ekel. Er sollte mich loslassen. Er war mir von vorn herein unsympathisch. Ich sagte ihm, er solle mir nicht in die Haare. Wollte so wenig Hautkontakt mit ihm haben. Fühlte mich unwohl, aber blies weiter. Ich musste mein bezahltes Soll erfüllen. Ich schmeckte etwas, was ich hätte für EUR 50,- nicht hätte schmecken dürfen.

SPERMA.

Diese dumme Mistsau, kam, ohne auch nur ansatzweise mal vorher Bescheid zu geben. Ich hörte auf mit dem Akt, entsorgte den bereits im Mund gelandeten Müll in ein Zewa. Fragte ihn, was der Scheiß solle, er wisse schließlich sehr genau, dass dies nicht für EUR 50,-- drinn ist. Ich hatte keine Probleme das Zeug zu schlucken geschweige denn es im Mund zu haben.
Aber was nicht abgemacht ist, ist nun mal nicht abgemacht. Es gibt nicht für den Minimalpreis nun mal keine Hochzeitsnacht.
Er stand auf, mit einem leichten hinterfotzigen Lachen. Seine Antwort auf meine Fragen: „Das kann doch mal passieren.“
„Kann es nicht, du merkst doch ganz genau, wann es dir kommt.“
Ich verließ das Zimmer, schrie durch die ganze Wohnung, regte mich bei Annamaria ab, die es ebenfalls als eine Frechheit empfand. Betrat stocksauer wieder das Fickzimmer. Er war bereits fast angezogen. Wäre ich kein Vernunftsmensch, hätte ich am liebsten einen Stuhl gegen ihn geworfen oder noch lieber, meinen Absatz in seine dumme Fresse gedrückt. Er hatte zwar, was er wollte, nämlich seinen scheiß Orgasmus, aber dafür auch erschlichen.
Der reine Akt war nach 10 min zu Ende. Ich zeigte ihm die Tür und F. stand wie ein kleines zerknirschtes Arschloch im Flur. Bevor ich das Loch, welches der Maurer offen gelassen hatte, öffnete, sagte ich, es wäre ja selbstverständlich, dass er sich bei mir nicht mehr blicken lassen sollte. Er erwiderte lediglich ein kleines gehauchtes „Ok“. Glücklicherweise ließ mir der nächste Ficker eine Zigaretten- und Abreagierpause. Der bekam alles mit, denn der saß in Annamarias Zimmer und wartete auf mich.

Am gleichen Abend setzte dieser „feine“ Herr F. einen Bericht ins Internet-Board. Einen totalen Verriss mit Lügen und Schlechtmachereien, aus Rache. Mit Widersprüchen und ständigen Rechtfertigungen. Wie lautet ein alter Spruch? Wer sich rechtfertigt, lügt. Wie weise, wie weise.

Mein Lude schnauzte mich dann am Handy des Nachmittags an. Annamaria war wieder petzen. Da ich mir so etwas aber nicht bieten lasse, legte ich auf. Er rief erneut an aber ich ging nicht ran. Warum auch. Er kam schreiend später in die Wohnung, drohte mir mit Rausschmiss. Was ich sogar begrüßte. Er fuhr mich nach Hause, einen Tag später hatte ich so oder so Geburtstag und FREI. Noch in der gleichen Nacht klärten wir per SMS, dass wir das „Arbeitsverhältnis" auflösen. Aber was nun? Normal arbeiten wollte ich nicht und meinen guten Ruf wollte ich noch ein wenig nutzen. Arbeitsklamotten und Privatspielzeug hatte ich noch in der Wohnung. Also wie ran kommen? Über Annamaria. Mist war nur, dass ich den scheiß Luden am anderen Ende hatte via SMS. Somit wusste er, dass ich zukünftig Hotel- und Hausbesuche mache. Er schrieb mir über seine Nummer, dass er meine Sachen alle schon entsorgt hätte. Ich glaubte ihm nur irgendwie nicht. Tage später, machte ich mit Annamaria ein Codewort aus, damit sie wusste, dass ich IHR schreibe. Funktionierte alles super, wäre sie später nicht wieder vorm Luden eingeknickt. Jedenfalls bekam ich meine Lieblingsschuhe zurück. Die restlichen Sachen, im Wert von über 500 €, wird sie wohl jetzt auftragen. Blöde Kuh.

Tage später, ein neues schickes Handy gekauft und einer neuen Nummer als "Geschäftsnummer". Gleichzeitig ein Treffen mit einem Stammkunden gehabt, der mir half, ne Werbung ins Internet-Board zu setzen. Hätte ich auch gern selbst getan, aber der Admin kam nicht aus dem Knick, was meine Anmeldung betraf. Selbst ohne Anmeldung kannte ich die Berichte des Boards aus dem FF, wusste, wer meine größte Konkurrenz war und wie die Ficker über meine Arbeit dachten. Nie verstand ich, warum die Boarder bei mir so ein Geheimnis daraus machten, dass sie vom Board kommen. Es ist 1. nichts besonderes und 2. hätte es evtl. nur Vorteile gebracht. Ebenso fand ich es immer total hirnrissig, wenn Ficker sich Pseudonyme verpassten. Warum? Mit einem "echten" Vornamen kann man genauso viel anfangen als mit nem Pseudo, zumal mit den Pseudonamen plötzlich alle Jens, Peter, Michael, Andreas, Tom und Hans hießen. Mehr Kreativität hätte meinem Gedächtnis auch genutzt. Aber egal, zurück zum Wesentlichen.

Die Arbeit sollte nur noch in der 1212 stattfinden. Fahrtzeit ca. 30 min., für eine halbe Stunde Arbeit wohl ein wenig viel Aufwand, also kurzerhand nur noch Stundentermine. Die wohl derzeit beste Entscheidung die ich treffen konnte. Nie wieder Hardcoreficker, nie wieder Ego-Ficker, die sich vorm Termin noch einen wichsen, damit sie länger und härter können. Diese Methode begrüßte ich sicherlich auf keinen Fall.

Ich hatte keine Lust mehr und das spürte ich auch bei der Vergabe der Termine. Eine so niedrige Frequenz, dass ich nach und nach wieder etwas Freude an dem „normalen Alltag“ fand. Befreit fühlte ich mich trotz dessen nicht. Täglich stand ich unter dem Druck bereit zu sein und sofort losfahren zu müssen. Manche sind ja so einfallslos und wollen am liebsten spontan.
Selbst die Telefonate wurden meist noch konfuser.
„Wieviel kostest du denn die Stunde?“
„EUR 100,-“
„Und wie viel wenn ich dich abhole?“
„Auch 100 oder soll ich die 3,50 für die Bus abziehen?“
Geizhälse, als würde mich die Anfahrt Millionen kosten.

Ein neuer Ficker meldete sich… Mittwoch 15:00 Uhr. Eigentlich wollte ich ja schlafen aber was solls. Ich verpasse ihm das Kürzel R. Ich also nun zur 1212 getrapt und mich wie immer auf die andere Straßenseite gestellt.

`Hm einer steht da, isser das? Nee, der guckt nicht.´ Ausschau halten angesagt. Aus dem Blickwinkel sah ich wie er einige Schritte in meine Richtung machte, ich schaute wieder weg. Doch was sah ich dann? Der ging wieder zurück! Was ist das denn fürn Kindergeburtstag? Erster Minuspunkt. Er will schließlich was von mir also ist es auch seine Pflicht auf mich zuzukommen. Was blieb mir anderes übrig als hinzugehen. *genervt Aber mit einem schööön gekünstelten Lächeln.
Beschreibung des Mannes: Mittleres Alter, groß, schütteres Haar. Ein lockerer Type aber nicht mein privates Beuteschema.

Ein Bericht im Board über mich. Oha, aber was für einer. Tagelang musste ich ihn mir 2-3 mal hintereinander durchlesen. Nur war ich mir nicht sicher, wer steckt dahinter.

R. machte wieder einen Termin, per PN bekam ich leider keine ausreichende Antwort ob er der Verfasser des Berichts ist. Es machte mir Freude ihn durch diese Spielchen schon um den Finger zu wickeln. Die Stunde verlief wie die letzte. Wir konnten uns prächtig unterhalten. Lachten viel und diesmal gab er mir die erhoffte Antwort, ob er der Verfasser des Berichts sei und er war es. Außer, dass die abgesprochenen Extras nicht erfüllt werden konnten und ich fairerweise das zuviel Bezahlte zurückgab.

Ich versuchte mir neuerdings die Ficker nur noch zu geben, wenn sie an mir interessiert waren und nicht ausschließlich an der Arbeit. Ich wollte kein Stück Fleisch mehr sein. Mir war es scheiß egal, wenn Boarder offen zugaben nicht zu meinem Kundenkreis zugehören zu wollen. Denn R. stellte meine Persönlichkeit mehr in den Vordergrund als die Arbeit. Damit gewann er einen kleinen Teil meines Herzens. Ich fing tatsächlich langsam aber sicher wieder an, Männer zu mögen und nicht nur als Hurengänger zu verurteilen. Ich wollte wieder am normalen Alltag teilhaben, welches auch meine derzeitige Kundschaft spürte. Ging, wenn sie Zeit hatten, Kaffee trinken, shoppen oder Eis essen, ohne im Hinterkopf den Gedanken zu haben, dass ich vor wenigen Minuten bzw. Stunden noch deren Hure war.

Mitte Januar 2006

Mittags ein Termin. 1 ½ h mit einem Ficker, der mir alle 2 Minuten, wenn nicht sogar öfter, ins Ohr hauchte „Oh du“. Hätte gern mal gewusst, was „oh ich“ denn nun bin. Dem fehlten wohl auch ein paar Steine auf der Schleuder. Gelbübergabe machte ich dieses Mal im Nachhinein. Ich funktionierte als Wechselstube, da ich kein Geld bekommen wollte im Voraus für nächste Treffen. Dumm nur, dass ich mir beim Aufstehen, nach dem ich meine Geldbörse wieder in der Handtasche verstaut hatte, den Kopf am quer drüber stehenden Metallgestell des Bettes eingestoßen habe. Fazit: Gehirnerschütterung. Was ein scheiß Tag, dachte ich mir.


Wenn ich die Zeit zurückdrehen würde, würde ich trotz allem wieder ins Gewerbe gehen. Allein der Erfahrung wegen, denn als was anderes sehe ich es nach wie vor nicht.

Heute weiß ich, dass ich nicht zu tief im Milieu steckte. Mein Glück war, dass mein Lude eine Niete war und ich mich, ohne weitere Probleme, von ihm lossagen konnte. Andere haben es bei Weitem nicht so einfach, dem Gewerbe zu entsagen. Nur die Erfahrungen werden im Schnitt ähnliche sein, wenn nicht gar schlimmere, wie so oft.

 
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