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Erste britische Lesben-Scheidung wird gemeldet |
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(26.05.2006/AK) Wenige Monate, nachdem Großbritannien seine erste gleichgeschlechtliche "Ehe" gefeiert hat, steht jetzt die erste lesbische Scheidung des Landes ins Haus, wie AFP berichtete.
Ihre Ehe sei am Ende, sagte die 36-jährige Daphne Ligthart der Zeitung "The Sun" vom Donnerstag. Sie und ihre vier Jahre ältere Partnerin Liz King hätten sich getrennt und wollten sich scheiden lassen. Die beiden hatten erst im Februar im südenglischen Ashford den Bund fürs Leben geschlossen. "Liz hat mir gesagt, dass sie mich nicht mehr liebt und dass das schon seit Jahren so ist. Es hat mich absolut umgehauen", berichtete Ligthart der "Sun". King habe sie angeblich nur geheiratet, um ihr eine Freude zu machen, "dabei war es ihre Idee". Anscheinend habe ihre Frau auch bereits eine andere.
Die Wörter "Ehe" und "heiraten" muss man in Großbritannien in Anführungszeichen setzen, denn "marriage" ist in dem neuen Gesetz als Terminus ausdrücklich nicht vorgesehen; man hat sich auf "civil partnership" geeinigt. Man gibt sich nicht das gegenseitige Versprechen, sondern nur die von beiden zu leistende Unterschrift unter das entsprechende Dokument. Die offizielle Aufhebung der Union, wenn es dazu kommt, wird auch nicht "divorce" (Scheidung) genannt werden, sondern "dissolution" - Auflösung. Damit einher geht, dass der Ehebruch als Auflösungsgrund fortfällt; es genügt gegenseitiges Einvernehmen. Auswirkungen hat das Gesetz vor allem auf Erbschaften, Steuern und Pensionsansprüche. |