(13.06.2006/AK) Ein lieber Kollege mit ausgesprochen starken personalisierten Erotikseiten realisierte vor kurzer Zeit seinen Traum: Sonne, Strand und ein ruhiges Arbeiten als Fotograf und Adultwebmaster. So packte er just seine sieben Sachen und übersiedelte nach Gran Canaria. Fragen wir ihn doch mal, wie es ihm auf der Insel derweilen so geht:
„Nach einer ziemlich chaotischen Ankunft sind wir irgendwann abends in den Bergen angekommen wo unser Haus in einem kleinen Wohngebiet liegt. Mit dem Mietwagen hieß es aber gleich wieder los zum Flughafen weil einer unserer 7 Gepäckwagen stehen geblieben ist. Man sollte sich vorher gut überlegen, auf welche Leute man sich verlassen kann in einem fremden Land wenn man mit Sack und Pack und insgesamt 5 Haustieren anreist. Mit viel Glück bekamen wir die Koffer wieder in denen sich unter anderem ausgerechnet meine Bankordner und der Schmuck meiner Frau befanden. Unserem Sorgenkind (einem 20jährigen Kater) ging es nach den Strapazen der nunmehr 17 Stunden langen Anreise immer noch schlecht. Das änderte sich zum Glück nach knapp zwei Tagen wieder. Der Stress ging weiter, weil ja die Arbeit einfach mit geflogen ist. Durch die Abreisevorbereitungen ist schon in Deutschland einiges liegen geblieben. Es sollte ungefähr eine Woche dauern, bis die Hektik und das Chaos der letzten Zeit langsam abfielen. Nun besteht das Leben aus Arbeit am Rechner aber auch aus Spaziergängen mit den Hunden in der wunderbaren Landschaft der Insel. Abends zwei Stunden in die Dünen, langsam bräunen und nebenbei teils sehr attraktiven Paaren beim ficken zuschauen. Ist doch real immer besser als sich damit virtuell auseinander zu setzen. Nach knapp 14 Tagen entstanden schon die ersten guten Kontakte zu Einheimischen, was wiederum bedeutete die wirklich schönen Orte der Insel und die besten Restaurants kennen zu lernen. Nebenbei lief der ganze Behördenkram wie geschnitten Brot und ein erstes soziales Gefüge mit neuen Leuten bildet sich. Vom Hoteldirektor über den Chef einer großen Autovermietung, einem Polizisten (der meiner Frau ein 60 Euro Ticket für unerlaubtes wenden verpasst hatte und wegen des fehlenden Ausweis persönlich mit Ihr zu unserem Haus gefahren ist) sind schon viele interessante Menschen dabei. Es hilft dabei, dass einige aktive Swinger sind, dadurch kennt man sich in kürzester Zeit schon sehr gut. Ein Schweizer Pärchen, beide Extremsportler, werden wir am Wochenende auf Ihrem Segelboot besuchen. Jemand hatte die beiden zu unserer ersten Party im neuen Haus mitgebracht. Außer unseren schwulen Nachbarn haben wir jedoch noch keine Deutschen kennen gelernt und ich frage mich, ob das nicht sogar ganz gut so ist. Nach ungefähr 2 Monaten wollen wir hier jedenfalls nicht mehr weg. Es ist einfach ein schönes Privileg in der Mittagspause die Sonne im Garten zu genießen und sich dann im Pool abzukühlen. Die Freizeit neben der Arbeit ist immer wie Kurzurlaub, die Playa, die Dünen, Verabredungen und Treffen an den Wochenenden sind immer aufregend. Man kann das Leben hier also wirklich genießen und das werden wir jetzt und in Zukunft auch tun. Ich hatte anfangs Sorge, dass meine Arbeitsmoral hier leiden wird und man zu sehr in Urlaubsstimmung verfällt. Dem ist zum Glück nicht so, die Fleißarbeiten gehen ungefähr genauso schlecht wie in Deutschland von der Hand, die kreativen Ideen (also der Motor des Geschäftes) fliegen einem manchmal geradeso zu. Das wird daran liegen, dass man als hektischer Deutscher hier einfach besser entspannen kann. So war es zumindest für mich in jeder Hinsicht die richtige Entscheidung. „ |