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IVNM: Die Hoffnung starb zuletzt |
(01.10.2006/AK) Am 21. Oktober 2006 sollte jeder Adultwebmaster in Deutschland eine stille Gedenkminute inmitten seines geschäftigen Onlinetreibens einlegen. Eine über Jahre aufrecht erhaltene und von vielen Seiten verteidigte Hoffnung, das Streben nach einem gemeinsamen Branchenakt im Kampf gegen politische Arroganz und Inkompetenz in Bezug auf die Neuen Medien, hat in seiner wesentlichen Kernaussage das Handtuch geworfen. Im Herbst 2006 tragen wir den IVNM mit Wehmut zu Grabe. Es findet sich aber auch das Gefühl der Erleichterung, haben die Kollegen endlich die Gewissheit, aus dieser Vereinsstrategie wurde NIX.
In der Mitglieder Aussendung findet man folgende Worte: „Nach Beratung haben Vorstand und Geschäftsführung beschlossen, die Tätigkeit des Vereins einzustellen. Hintergrund sind insbesondere die mangelnde Gesprächs- und Handlungsbereitschaft auf staatlicher Seite. Hier wird ein gesetzlicher Jugendschutz angestrebt, der blind an den tatsächlichen Umständen vorbeigeht. Damit läuft jegliche Lobbyarbeit ins Leere.“ In einem kritischen Nachruf wird man vielleicht die Worte finden, das sich eine kleine Gruppe guter Leute um die Zukunft der in Deutschland beheimateten Branche eine gewisse Zeit sehr bemüht hat, eine Episode des sicheren Arbeitens und eines vereinten Geistes. Was bleibt ist wieder die Hoffnung. Diesmal rühren nicht alle in ihrer eigenen Gemeinschaftssuppe, sondern einer alleine hat sich die Lösung dieses Problems auf die Fahne geschrieben. Mit der Aktion 184c.de will er sein personalisiertes Recht vor dem BVerfG durchsetzen. Ob er diese Schlacht gegen die verbriefte deutsche Doppelmoral als Sieger verlässt, kann wahrlich nur orakelt werden. Wenn er so massiv gegen Kritiker vor dem BVerfG auftritt, wie teils in Branchenforen, mit dem Kopf durch die Wand, dann besteht vielleicht die Chance dem Druck dieser medialen Bühne stand zu halten. Wünschen wir ihm durchschlagenden Erfolg und damit einen „zweiten“ Persocheck. Herzlichst Graf Wagner |