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Mister Chen Hui schreibt traurige Pornogeschichte
Mister Chen Hui schreibt traurige Pornogeschichte(27.11.2006/Chinesische Exilregierung London)  Seit letzter Woche ist Deutschland für einige Kollegen wieder die goldene Heimat. Insbesondere für Adultwebmaster ein tolles und freies Land zum Arbeiten und die paar läppischen Abmahnungen und die Treibjagd von Jugendschützern und Staatsanwälten steckt man doch souverän mit einem freundlichen Lächeln weg. Als Adultwebmaster opfert man doch gerne seine hart verdiente Kohle aus der Online-Erotik, damit ein fauler und einfallsloser Rechtsanwalt auf dem fehlgeleiteten aber legitimen Pfad der Paragrafenprostitution pünktlich die nächste Leasingrate für seinen Jaguar begleichen kann.

Als Seitenbetreiber ist man auch gerne bereit seine geile Präsenz mit einer komplett schwarzen Bildoberfläche zu überziehen, damit Jugendschützer beim Surfen diese nicht mehr mit Herzschmerz betrachten müssen, unverschämt plakativ vor Augen gehalten bekommen, was ihnen selbst im reellen Leben immer verwehrt blieb. Oder AVS: gerne besucht der deutsche AWM seinen User künftig vor Freischaltung vor Ort, um mittels Gummihandschuh über den Anus die Größe der Prostata zu ertastet, um das genaue Alter des Users zu taxiert. Denn, Ausweisdokumente geben ja bekanntlich keine 100%ige Sicherheit, es könnte ja der Sohn vom Papa ….also fährt man mal schnell vorbei und checkt das persönlich!

Der Grund für so viel Einsicht und gelebte Kooperation: Mister Chen Hui, eine 28-jähriger chinesischer Adultwebmaster, wurde von seinem Land wegen der erfolgreichen Verbreitung von Pornografie im Internet zu einem lebenslangen Knastaufenthalt verurteilt. Ganz klar, wenn man deutsche Geflogenheiten mit einem postkommunistisch diktatorischen System wie es in China praktiziert wird in Relation setzt, dann erscheint Deutschland wie ein Paradies.

Neben Chen Hui verurteilte das Gericht in Taiyuan ebenfalls acht seiner Kollegen und Mitarbeiter zu Gefängnisstrafen zwischen 13 Monaten und zehn Jahren. Seit 2004 hatten der "Pornografische Sommer" und drei andere Webseiten rund 600.000 Benutzer gewonnen, von denen einige umgerechnet bis zu 26 Euro für die Registrierung bezahlt hatten. Es gab auch eine lebenslange VIP-Mitgliedschaft für 400 Euro. Wie viel Geld die Betreiber verdient haben, blieb unklar. Ein Großteil sei ausgegeben oder liege auf ausländischen Konten, schreibt ein Revolverblatt der Chinesischen Partei.

Die Server hätten im Ausland gelegen, auch habe die Seite regelmäßig den Domain-Namen und Serviceanbieter gewechselt. Die Ermittler seien dem in China verbotenen Pornogeschäft auf die Spur gekommen, als es im Juni 2005 eine Beschwerde gegeben habe, dass die Webseite eines Krankenhauses in Taiyuan plötzlich zur Homepage des Porno-Anbieters geworden sei. Im Verhör habe der Administrator eine Verbindung zu den Betreibern der Pornoseite gestanden. Drei Monate später habe die Polizei Chen Hui und seine „Komplizen“ in mehreren Provinzen festgenommen.

 
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