(08.05.2008/AK) Es raschelt verdächtig im Gebüsch, Bodenholz knirscht, in der Ferne bellt ein Hund, der hektische Flügelschlag von Federvieh ist zu hören, welches aufgeschreckt sein Panier ergreift. Neugierig schauen wir durchs frühlingshafte Geäst und sehen nicht etwa das ängstliche Antlitz eines Eichhörnchens oder eines Eisbärwelpen auf der Suche nach seinem zoologischen Ziehvater, nein, wir erblicken einen schnüffelnden Problembär, einen gewerblich organisierten Stasistaner, der wahrscheinlich für sich das Handtuch warf, einen günstigeren Optiker als Fielmann zu finden und statt dessen nun als Erfüllungsgehilfe einer Pseudo-Jugendschutzbande agiert, die allgemein unter dem Namen „ Insolventes Videothekengelumpe“ traurige Branchengeschichte schrieb; und nach wie vor schreibt.
Vor einem knappen Jahr wollte das hirnlos anmutende Management von ARCOR seinen rund 2,5 Millionen Kunden als Zugangsprovider vorschreiben, auf welchen Internetseiten volljährige Vertragspartner ihr Genital streicheln, liebkosen und sich vergnügen dürfen und auf welchen das VERBOTEN ist. Ausgelöst wurde das ganze Elend durch die immer wiederkehrenden Diskussion zur so genannten Mitstörerhaftung, (Historiker über das Heute werden dann im Rahmen einer Systemaufarbeitung und Dokumentation erneut von DEN Helfern und deren Helfershelfern sprechen), durch ein einstweiliges Gerichtspapier, das sich die Eierlosen getarnt als Jugendschutzverein besorgten. Der Schuss ging mächtig nach hinten los, die gesperrten Internetseiten waren nach ein paar Tagen wieder online, die Seitenbetreiber in Kalifornien feierten eine feucht fröhliche Werbeaktion für lau „thanks german idiot“(Audio klick: hier ) und ARCOR hat bis heute diesen Image-Schaden nicht retuschieren können. Darin dürfte wohl auch der Grund liegen, dass scheinbar die gleichen phlegmatischen Erbsenhirne von ARCOR jetzt Bedenken haben, die Eierlosen auf eine Summe von mindestens 10.000.000 Euro Schadenersatz zu verklagen. Gegen Jugendschützer zu klagen könnte gegen moralische Normen und Trugbilder verstoßen und ARCOR noch ein gutes Stück weiter als bedauerlichen Vertragspartner in den Bodenstaub ziehen. Dabei scheint es letztlich auch keine Geige zu spielen, dass die Eierlosen – bestehend aus einer greisen Herrenbande insolventer Videothekenbesitzer – mit Sicherheit die allerletzte Spezies auf diesem Planeten darstellt, der man seine Jugend anvertrauen sollte. Aktuell haben die Eierlosen mit Anwaltsfax vom 25.04.2008 an Timtube Morgenluft am Auspuffrohr ihres Trabis geschnuppert, die machbare Schadenersatzklage von ARCOR lässt auf sich warten, ihr perfides Konzept den Jugendschutz in Deutschland für eigene geschäftliche Zwecke zu instrumentalisieren und Massen zu prostituieren – das Deutsche Volk für dumm zu verkaufen - scheint durch den Trend der Zeit genährt zu werden. Und schon hüpfen sie nach einem Uihuihuih-in-Deckung-Rückzieher mit Plastikschwert und Teutonengewand retour auf die Bühne um Ihre Mission: „Raus aus der H4 Falle, fange Licht mit Säcken und mache in einem Haus ohne Fenster hell" fort zu setzen. Getrieben werden Sie dabei von knurrenden Mägen, vielleicht sogar von ungeduldigen Gerichtsvollziehern, auf alle Fälle von Ihren Investoren, denen sie großspurig versprachen, mit Ihrem Handeln die Offline- Videothekenbranche zurück zu Wohlstand und unermesslichem, wahnsinnig dekadentem Reichtum zu führen. Die letzten verblendeten Geldgeber haben sich jetzt bereit erklärt frisches Kapital in den Kanalschlitz zu stecken, der unaufhaltsam in Richtung Güllemeer der ausgestorbenen Geschäftsmodelle führt. Privatdetektive wurden engagiert und mit der Aufgabe betraut gemacht, auszuforschen, wer mit deutschem Standort gegebenenfalls als Mitstörer ausländischer Firmen in Erscheinung tritt, um diese Menschen mit Juristenpapier voll zu müllen; die wahnwitzige Chuzpe zu haben Providern verbieten zu wollen, Domaintransfers zuzustimmen. Timtube war nach ein paar Tagen wieder online, der Betreiber und seine Werbepartner küssen den Boden, sind zur Mittagszeit schon in hochprozentiger Partylaune, schwärmen von einem spannenden Internetzeitalter in dem sie leben und sagen artig: THANK YOU SO MUCH !!! GOD BLESS MISS MERKEL !!! Gez. Graf Wagner |